Digital vernetzt, bedarfsgerecht gesteuert: Verpflegung im St. Vincenz Krankenhaus Limburg
„Früher war vieles verteilt, heute haben wir alles an einem Fleck“, sagt Jürgen Tempel. Genau diese Entwicklung zeigt sich im St. Vincenz Krankenhaus Limburg: Das Verpflegungsmanagement wird heute zentral über JOMOsoft gesteuert.
Gerade in der Krankenhausverpflegung ist das ein entscheidender Unterschied. Denn im St. Vincenz Krankenhaus Limburg müssen täglich unterschiedlichste Anforderungen zusammenlaufen: zwei Standorte, verschiedene Patientengruppen und ein breites Versorgungsangebot.
„Wir produzieren täglich bis zu 1.000 Essen – da brauchst du Struktur“, sagt Sebastian Michel. Heute greifen die Prozesse entsprechend ineinander.
Komplexe Versorgung braucht klare Prozesse
Das St. Vincenz Krankenhaus Limburg gehört zu den größten Gesundheitsdienstleistern der Region Limburg-Weilburg. Am Standort Limburg werden jährlich rund 28.000 bis 30.000 Patientinnen und Patienten stationär versorgt.
Auch in der Verpflegung zeigt sich diese Komplexität im Alltag: Täglich entstehen hier zahlreiche Mahlzeiten für Patientinnen und Patienten, ein Reha-Zentrum sowie externe Angebote wie Essen auf Rädern.
Sebastian Michel und Jürgen Tempel verantworten gemeinsam die Gastronomie am St. Vincenz Krankenhaus Limburg.
Um diese Anforderungen zuverlässig zu steuern, wurden die Prozesse mit der Einführung und Weiterentwicklung von JOMOsoft Schritt für Schritt gebündelt und weiterentwickelt. Heute arbeiten Küche, Stationen, Diätassistenz und Verwaltung auf einer gemeinsamen Datenbasis – und greifen auf ein System zurück, in dem alle Abläufe ineinandergreifen.
Alle Prozesse in einem System
Von der Menüerfassung über Stationsbestellungen bis hin zu Einkauf und Produktion: Die verschiedenen Module sind fest in den Alltag integriert.
Menüwünsche werden digital – direkt am Bett per Tablet – erfasst, Bestellungen unmittelbar ausgelöst und Produktionsmengen automatisch berechnet. Auch Pflege und Diätassistenz greifen auf das System zu und können Änderungen in Echtzeit vornehmen.
„Früher mussten wir uns vieles zusammensuchen – heute haben wir alle Zahlen direkt im System“, so Michel.
Das sorgt für Übersicht, reduziert Abstimmungsaufwand und schafft durchgängige, verlässliche Prozesse – über alle Bereiche hinweg.
Erfolgreiche Einführung und starker Support
Die Einführung von JOMOsoft erfolgte schrittweise und eng begleitet durch Schulungen und Projektunterstützung. Viele Prozesse wurden gemeinsam neu gedacht und direkt im Arbeitsalltag umgesetzt.
„Learning by doing war für uns der richtige Weg – und wir konnten das System genau so aufbauen, wie wir es brauchen“, erklärt Michel.
Besonders positiv bewertet das Team den Support: „Wenn wir ein Thema haben, bekommen wir noch am selben Tag eine Rückmeldung – oft ist es direkt gelöst.“
So konnte sich das System schnell im Alltag etablieren und ist heute fester Bestandteil aller Abläufe.
Datenbasierte Entscheidungen statt Bauchgefühl
Ein großer Mehrwert liegt in den umfangreichen Auswertungsmöglichkeiten.
„Wir entscheiden nicht mehr nach Gefühl, sondern nach Zahlen, Daten und Fakten“, sagt Tempel.
Warenflüsse, Kostenentwicklungen oder Stationsverbräuche lassen sich detailliert nachvollziehen. Das schafft eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen – sowohl im operativen Alltag als auch im Austausch mit Geschäftsführung und Controlling.
Auch der Monatsabschluss hat sich deutlich vereinfacht: Was früher mehrere Tage dauerte, ist heute innerhalb eines Tages erledigt.
Bedarfsgerecht statt Überproduktion
Die Auswirkungen sind im Alltag deutlich spürbar. Durch die systemgestützte Planung werden Mengen heute präzise kalkuliert. Überproduktion wird reduziert, Bestellungen erfolgen gezielt und Lagerbestände bleiben übersichtlich.
„Wir haben gesehen, was wirklich gegessen wird und haben die Mengen entsprechend angepasst“, berichtet Michel.
Das Ergebnis: weniger Food Waste, ein geringerer Wareneinsatz und eine insgesamt nachhaltigere, wirtschaftlichere Verpflegung.
Transparenz als Schlüssel – auch für die Zukunft
Neben Effizienz gewinnt ein Thema zunehmend an Bedeutung: Nachweisbarkeit.
Mit den steigenden Anforderungen – etwa im Zuge der geplanten EU-Produkthaftungsrichtlinie – rücken Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und Prozesssicherheit noch stärker in den Fokus.
Das St. Vincenz Krankenhaus setzt hier bewusst auf eine frühzeitige Vorbereitung. Viele der notwendigen Anforderungen können bereits heute abgebildet werden – vor allem durch die durchgängige Digitalisierung der Prozesse.
„Wir sind da schon relativ gut aufgestellt“, erklärt Sebastian Michel. „Einen großen Teil können wir heute schon durch JOMOsoft abbilden – der Rest ist Feintuning.“
Prozesse sind dokumentiert, Daten zentral verfügbar und Abläufe nachvollziehbar – von der Bestellung bis zur Ausgabe. Gleichzeitig bleibt das Thema in Bewegung: Das Team informiert sich frühzeitig über neue Anforderungen und entwickelt bestehende Prozesse kontinuierlich weiter – unter anderem im Austausch mit CHEFS VALUE.
„Ohne Digitalisierung geht es heute nicht mehr“, so Michel.
Damit schafft das Klinikum nicht nur Transparenz im Alltag, sondern auch die Grundlage, zukünftige Anforderungen sicher und strukturiert umzusetzen.
Auf den Punkt gebracht
Für Sebastian Michel und Jürgen Tempel ist klar: „JOMOsoft ist die eierlegende Wollmilchsau – wir haben alles, was wir brauchen, in einem System.“
Für das Team in Limburg steht fest: Die Entscheidung für ein durchgängiges System war ein entscheidender Schritt, um die steigenden Anforderungen im Klinikalltag sicher und effizient zu bewältigen.
Und genau das ist im Klinikalltag entscheidend: ein System, das Prozesse vereinfacht, Transparenz schafft – und gleichzeitig Sicherheit für die Zukunft bietet.